
Emissionen und Energie MKVA
Das Prinzip der Nähe
Die Restabfälle von rund 1,13 Millionen Bürgerinnen und Bürgern und vielen Gewerbe- und Industrieunternehmen aus der Region Mittlerer Niederrhein werden in unserer Müllverbrennungsanlage thermisch verwertet. Damit leistet die EGK einen wichtigen Beitrag zur Entsorgungs- und Versorgungssicherheit in Krefeld und der Region.
Die bei der Abfallverbrennung frei werdende Energie wird in Form von Strom und Fernwärme umfassend genutzt. Sie reicht aus, um die Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage und das Klärwerk mit Strom, Prozessdampf und Wärme zu versorgen. Damit nicht genug, mit einem nicht unerheblichen Anteil der erzeugten Energie können über die Netze der Stadtwerke Krefeld (SWK) circa 25.000 Haushalte in Krefeld mit Strom und 8.000 Haushalte mit Fernwärme versorgt werden. Der hierfür eingesetzte Brennstoff Abfall besteht zur Hälfte aus biogenen Materialien wie zum Beispiel Holz oder Papier.
Jährlich werden über 10.000 Tonnen Eisen und Buntmetalle der bei der Verbrennung anfallenden Rostasche entzogen und in den Stoff– und Wirtschaftskreislauf zurückgeführt. Zusätzlich werden in unserer Müllumladeanlage neben Störstoffen auch Wertstoffe aus dem gelieferten Gewerbeabfall sortiert und dem Recycling zugeführt.
Emissionen und Überwachung
Rund drei Viertel der Krefelder Haushalte, die ihre Fernwärme über die Netze der SWK beziehen, erhalten diese von der EGK. Wer mit Fernwärme heizt, braucht keinen eigenen Heizkessel: Die Wärme entsteht zentral in unserer Anlage, deren Abgase gereinigt und kontinuierlich überwacht werden.
Wie gesetzlich vorgeschrieben, messen unsere Messeinrichtungen den Schadstoffausstoß rund um die Uhr. Die Emissionsdaten werden täglich per Emissionsfernübertragung an die zuständige Überwachungsbehörde übermittelt. 2025 lagen die Jahresmittelwerte aller gemessenen Schadstoffe unter den Grenzwerten – bei Staub, Quecksilber sowie Dioxinen und Furanen um mehr als 80 %, bei Stickoxiden um 12 bis 20 %. Die einzelnen Werte findest du in der Tabelle.
Einzuhaltende Verbrennungsbedingungen
Berichtszeitraum: 01.01. bis 31.12.2025
Mindestverbrennungstemperatur: für Kessel 1, 5 und 6 = 800°C | für Kessel 2 = 850°C
Einzuhaltende Emissionsgrenzwerte und Ergebnisse kontinuierlicher Messungen an den Kaminen
der Rauchgasreinigungsanlagen (RRA) als Jahresmittelwerte in mg/m³ i. N. tr.:
Einzuhaltende Emissionsgrenzwerte und Ergebnisse diskontinuierlicher Messungen an den Kaminen in mg/m³ i. N. tr.:
Die Tabelle zeigt: 2025 lagen alle Jahresmittelwerte unter den gesetzlichen Grenzwerten.
Strom und Fernwärme aus Abfall
Rund die Hälfte des eingesetzten Abfalls besteht aus biogenen Materialien wie Holz oder Papier. Dieser Anteil wird den erneuerbaren Energien zugerechnet. 2025 haben wir 214.475 MWh Fernwärme in das Netz der SWK eingespeist – 52 % davon (112.491 MWh) stammten aus dem biogenen Anteil, bestätigt durch eine unabhängige Umweltgutachterin. Zusätzlich wurden 54,6 GWh Strom aus dem biogenen Anteil im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamtes erfasst. Der übrige, fossile Anteil des Abfalls – vor allem Kunststoffe – verursacht bei der Verbrennung CO₂-Emissionen.
