

Müllverbrennung
Müll - ein wertvoller Brennstoff
In Müll steckt jede Menge Energie – Damit ist er eine wichtige Grundlage zur Strom- und Wärmeerzeugung.
Wo aus Müll Strom und Wärme wird
Wenn in Krefeld die Restmülltonne geleert wird, landet ihr Inhalt bei uns: in der Müll- und Klärschlammverbrennungsanlage (MKVA) Krefeld. Seit 1975 ist sie in Betrieb – also seit mehr als 50 Jahren. Hier werden vor allem kommunale und gewerbliche Abfälle aus Krefeld, Mülheim an der Ruhr, Kleve und Mönchengladbach sowie aus dem Kreis Viersen und dem Rhein-Kreis Neuss thermisch verwertet. Dazu kommen Abfälle aus dem europäischen Ausland und der Klärschlamm aus unserem Klärwerk nebenan. Insgesamt verwertet die MKVA so rund 375.000 Tonnen Abfall pro Jahr.
Dabei geht es nicht nur darum, Abfall sicher zu entsorgen, sondern auch darum, die Energie zu nutzen, die in ihm steckt: Nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen wir daraus gleichzeitig Strom und Fernwärme. Im Normalbetrieb versorgt die MKVA sich selbst und das Klärwerk mit Strom, Prozessdampf und Wärme – Energie aus dem öffentlichen Netz brauchen wir dafür in der Regel nicht. Den Rest speisen wir über die Netze der Stadtwerke Krefeld (SWK) ein: 2025 waren das allein 214.475 Megawattstunden Fernwärme. Rechnerisch reicht die erzeugte Energie für rund 25.000 Krefelder Haushalte beim Strom und rund 8.000 bei der Fernwärme.
Ein Teil des Abfalls besteht aus biogenen Materialien wie Holz, Papier oder Gartenabfällen. Energie aus diesem Anteil gilt rechtlich als erneuerbar. 2025 stammten laut Bestätigung der Umweltgutachterorganisation GUT Certifizierungsgesellschaft 52 Prozent der eingespeisten Fernwärme aus dem biogenen Anteil. Beim Strom sind für 2025 rund 54,6 Millionen Kilowattstunden aus dem biogenen Anteil im Herkunftsnachweisregister des Umweltbundesamts erfasst. Bei der Verbrennung des übrigen, fossilen Anteils – zum Beispiel Kunststoffe – entsteht fossiles CO₂.

